St. Marien Schwagstorf
Josef mit Jesus Kreuz des Taufbrunnens in St. Marien, Schwagstorf St. Marien, Schwagstorf St. Marien, Schwagstorf Jesus vor Josef Kirchturm von St. Marien, Schwagstorf St. Marien, Schwagstorf St. Marien, Schwagstorf St. Marien, Schwagstorf St. Marien, Schwagstorf

Leitbild und Konzeption

Unser Leitbild

Vorwort

„Kinder sind eine Gabe Gottes!“ So heißt es in der Bibel (Psalm 127,3), und so verstehen wir unseren Auftrag im Kindergarten St. Lambertus Ostercappeln. Gemeinsam mit Vertretern aus Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat der kath. Kirchengemeinde Ostercappeln hat der Kindergarten St. Lambertus dieses Leitbild entwickelt. Darin wird deutlich, dass der Grundauftrag der Kirchengemeinde, den Menschen die Liebe Gottes nahe zu bringen, auch für den Kindergarten gilt. So wie Jesus den Menschen mit Achtung und Liebe begegnet ist, wollen auch wir den Familien, Eltern wie Kindern, begegnen.

Beim Erstellen des Leitbildes setzten wir uns mit den religiösen Hintergründen, Werten und übergeordneten Zielen auseinander, die uns in unserer täglichen Arbeit leiten. Ferner wurden pädagogische Prinzipien, unser Bild vom Kind und Visionen für unsere Arbeit diskutiert. So entstand die Grundlage für dieses Leitbild, welches wiederum die Basis für unsere gesamte Arbeit bildet.

Danken möchte ich allen, die an der Entwicklung und Ausarbeitung des Leitbildes beteiligt waren. Möge der Kindergarten als Ort des Vertrauens und der Zuversicht, der Freude und der Hoffnung gesegnet sein!

Dr. Bernhard Stecker, Pfarrer und Dechant

 

Unser christliches Menschenbild

Für uns ist der Glaube an Gott die Grundlage unseres Lebens und Handelns. Wir sehen den Menschen als Geschenk Gottes an. Gott hat den Menschen nach seinem Bild geschaffen, darum ist jeder Mensch einzigartig und von Gott geliebt. Diese Liebe wurde uns von Gott durch Jesus Christus in einzigartiger Weise offenbart.

Darum ist er uns Vorbild für unser Handeln an und mit den Kindern. In unserer Arbeit bedeutet das, dass wir die Kinder so annehmen, wie sie sind mit ihren Stärken und Schwächen.

Im Alltag des Kindergartens wird dieses christliche Menschenbild auf vielfältige Weise konkret:

  • Offenheit für alle Kinder und ihre Familien – Jeder ist willkommen!
  • rücksichtsvoller und wertschätzender Umgang miteinander
  • Erziehung zur Eigenverantwortung und Selbständigkeit (Kindermitbestimmung)
  • Einfühlungsvermögen und Toleranz den Mitmenschen gegenüber
  • Gemeinschaftsstärkende Elemente wie gemeinsame Mahlzeiten, Ausflüge, Stuhlkreise…
  • Rituale z.B. tägliches Gebet

 

Pastoraler Auftrag

Unseren pastoralen Auftrag sehen wir darin, den Kindern und deren Familien den christlichen Glauben zu eröffnen, Glaubenserfahrungen zu ermöglichen und gelebten Glauben in der Gemeinde zu erfahren. Dies versuchen wir unter anderem durch folgende Aktivitäten und Gottesdienste zu verwirklichen:

Im Kindergarten:

  • Gottesdienste im Kirchenjahr
  • Gemeinsames Gebet in der Gruppe
  • Erarbeiten von biblischen Texten
  • Religionspädagogische Einheiten
  • Religiöse Elternabende

In der Pfarrgemeinde:

  • Erntedankfest
  • Martinsumzug
  • Pfarrfest
  • Pädagogische Mitarbeit der Gemeindereferentin
  • Besuche in der Kirche und auf dem Friedhof
  •  …

Im sozialen Leben:

  • Besuche im Altenheim und Krankenhaus
  • Ökumenische Zusammenarbeit
  • Spendenaktion für soziale Zwecke
  •  …

 

Unser Bild vom Kind

Kinder sind:

  • einzigartige Geschöpfe Gottes
  • offen, neugierig, wissensdurstig, begeisterungsfähig,
  • fantasievoll
  • spontan und unberechenbar
  • sensibel, stark, ängstlich, mutig
  • gemeinschaftsfähig
  • liebe- und anerkennungsbedürftig
  • voller Vertrauen

Kinder brauchen:

  • das Gefühl, immer geliebt zu sein
  • ein Zuhause
  • Beziehungen (Eltern, Freunde)
  • Vertrauen und Zutrauen von anderen
  • Grenzen, Regeln und Mitbestimmung
  • Zeit
  • ein anregungsreiches Umfeld
  • Bewegung und Ruhe
  • Unterstützung und Begleitung
  •  …

Wir möchten dazu beitragen, dass Kinder in dieser Weise zu sich selber finden und ihre Möglichkeiten entfalten. Wir verstehen uns dabei als eine familienergänzende und -unterstützende Institution.

 

Zusammenarbeit mit Müttern und Vätern

Die Familie ist ein wichtiger Ort des Angenommen seins, der Wertevermittlung und der Erziehung im christlichen Glauben.

Darin sollen die Familien durch den Kindergarten Unterstützung erfahren.

Familienleben ist ein Prozess, der ständigen Wandel unterworfen ist. Dies wird auch in der Arbeit des Kindergartens berücksichtigt.

Die Zusammenarbeit mit Vätern und Müttern wird in folgenden Punkten konkret:

  • Gespräche mit Vätern und Müttern über die Entwicklung des Kindes
  • Elternabende mit verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten
  • Elternbeirat
  • Individuelle Beratung und Unterstützung der Familien in Erziehungsfragen
  • Flexible Öffnungszeiten
  • Angebot eines Mittagessen im Kindergarten
  • Individuelle Eingewöhnungsmodelle für Kinder, die neu in den Kindergarten kommen.

 

Die Mitarbeiterinnen und die Leitung im Kindergarten

Mitarbeiterinnen und Leitung sind wichtige Bezugspersonen und Vorbilder für die uns anvertrauten Kinder. Aus dieser Position heraus erwarten Eltern, Träger und Kinder unterschiedliche Kompetenzen.

Grundlegende Voraussetzung für unsere pädagogischen Mitarbeiterinnen ist die berufliche Qualifikation, sowie die Identifikation mit dem christlichen Glauben und dessen Weitergabe durch eine lebendige Gottesbeziehung. Das Vorleben des eigenen Glaubens und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung damit sind wichtige Fähigkeiten in der Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern und Kolleginnen.

Weiterhin zeichnen sich unsere Mitarbeiterinnen durch einen offenen und wertschätzenden Umgang mit den Kindern und ihren Familien aus, sowie durch Reflexionsfähigkeit, Kreativität und Flexibilität.

Darüber hinaus ist unsere Leitung Bindeglied zwischen Team und Träger und repräsentiert den Kindergarten in der Öffentlichkeit. Sie versteht sich als Ansprechpartnerin für die Eltern und verschiedene Institutionen und ist offen für deren Wünsche und Anregungen. Dazu gehört auch vorausschauende Planung und die Weiterentwicklung des Kindergartens in Konzeption und Qualitätsmanagement.

 

Der Träger des Kindergartens

Die Kirchengemeinde St. Lambertus ist der Träger des Kindergartens. Die Aufgabe des Trägers ist es, durch finanzielle und ideelle Unterstützung dafür zu sorgen, dass der Kindergarten seinen pädagogischen und pastoralen Auftrag erfüllen kann. Er hat Verantwortung gegenüber den Kindern, Eltern und den Mitarbeiterinnen. Er ist auch gehalten, seine gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen und den Blick der politischen Entscheidungsträger auf die Situation der Familien und der Kinder zu lenken.

 

Unsere Konzeption

Lebenssituationen

Die Kinder, die unseren Kindergarten besuchen, kommen überwiegend aus dem Ortskern Ostercappeln und zum Teil aus Hitzhausen, Nordhausen, Mönkehöfen und Haaren. Aufgrund der vielen Neubaugebiete wohnen viele der Familien in Einfamilienhäusern.
Ein sehr geringer Teil der Eltern ist alleinerziehend, während die Berufstätigkeit beider Elternteile schon 65% beträgt. Der Bedarf an Verlängerter Öffnungszeit wächst stetig.

Durch den so entstehenden Zeitdruck, werden viele Kinder mit dem Auto zum Kindergarten gebracht und wieder abgeholt. Weil viele Familien nah beieinander wohnen und manche auch einen weiten Anfahrtsweg haben, nutzen diese die Möglichkeit der Fahrgemeinschaften.

Der Ausländeranteil in unserer Einrichtung liegt unter 10%, der Anteil zweisprachig aufwachsender Kinder beträgt 30%. Teilweise haben diese Kinder Probleme im Umgang mit der deutschen Sprache.

Obwohl es in Ostercappeln außer unserem Kindergarten auch einen evangelischen Kindergarten gibt, besuchen Kinder beider Konfessionen beide Einrichtungen. Aufgenommen sind auch Kinder, die der Freikirche, dem Islam oder keiner Konfession angehören. Gemeinsam besuchen sie nach der Kindergartenzeit die Grundschule im Ort.

Die Kinder wachsen in einer ländlichen Umgebung mit viel Wald am Wiehengebirge auf.

Das gemeinsame Spiel unter den Kindern hat einen hohen Stellenwert. Zudem nutzen die Kinder organisierte Freizeitangebote wie z. B. Sportverein, Voltigieren, Musikschule, Tanzen, Ballett und Kinderschola.

Wie schon die Schilder an den Ortseingängen zeigen, leben beide Kirchengemeinden im Ort in einer guten Ökumene zusammen, so dass alle Kinder die Möglichkeit haben, an den Angeboten beider Kirchen teilzunehmen.

Der Auftrag unseres Kindergartens

Die Grundlage unserer Arbeit ist das „niedersächsische Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder“ sowie der „niedersächsische Orientierungsplan für Bildung und Erziehung“.
(Siehe:http://www.mk.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=25428&article_id=86998&_psmand=8)

Als „Haus für Kinder und Familien“ ist es unser Auftrag und unsere Überzeugung, religiös - pädagogisch zu handeln. Wir unterstützen die Familien, fördern den Austausch und Kontakt mit den Eltern und geben Einblick in unsere Arbeit. Dies geschieht beispielsweise durch:
- Individuelle Betreuungsgestaltung
- Individuelle Beratungsgespräche
- Elternabende nach Themenwünschen
- Elternbildung
- Mitwirken der Eltern bei besonderen Aktionen
- …

Ein wichtiges Ziel ist es, die Kinder zu stärken, damit sie den Ansprüchen des Lebens gewachsen sind. Somit besteht eine unserer Aufgaben darin, Kindern dabei zu helfen, ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Das bedeutet für uns zunächst, das Kind da abzuholen, wo es steht und einen Lebensraum zu schaffen, wo es Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit findet.
Ein weiterer Aspekt unseres Auftrages liegt in der Förderung des Sozialverhaltens. Um sich auf eine soziale Gemeinschaft einzulassen, ist es eine Grundvoraussetzung sich selbst anzunehmen. Wir helfen den Kindern ihr Selbstbewusstsein zu entwickeln, um auch andere Menschen mit ihren Bedürfnissen wahrzunehmen und zu akzeptieren.

Wir vermitteln christliche Werte, bringen aber auch anderen Kulturen Wertschätzung entgegen. Das Lernen in alters- und geschlechtsgemischten Gruppen und die Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen sind Bestandteil unserer Arbeit.

Die Stärkung der Kreativität und Phantasie, nicht nur im bildnerischen Bereich, nimmt bei uns einen wichtigen Stellenwert ein. Wir unterstützen die Kinder bei der Entdeckung und Eroberung ihrer Umwelt und ermutigen sie, eigene Lösungswege zu finden.


Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Materialien und Medien, sowie rege Dialoge erweitern das Denkvermögen der Kinder.

Wer in seinem Körper zu Hause ist, sich wohl fühlt und ihn als sicher erlebt, das heißt all seine Sinne entwickeln kann, findet zu einem gesunden Selbstvertrauen. Wir bieten den Kindern einerseits viel Freiraum für selbstgewählte Bewegungsanlässe, andererseits werden durch regelmäßig angeleitete Bewegungsangebote die Handlungsmöglichkeiten der Kinder erweitert. Unser Wald vor der Haustür ist dafür ideal geeignet. Er bietet viel Raum für Bewegungs- und Entdeckerfreude.

Sprachanregungen finden im täglichen Miteinander statt. Durch körperliche Tätigkeiten werden Erfahrungen gewonnen, die in Verbindung mit Sprache zu Begriffen werden, z.B. gerade-schief; langsam-schnell.

Das Spiel ist ein wesentliches Merkmal der kindlichen Entwicklung. Kinder lernen im und durch das Spiel. Darum sehen wir es als eine Aufgabe die Spielfähigkeit zu fördern und den nötigen Handlungsfreiraum dafür zu schaffen.

Es ist unser Anliegen den Kindern Zeit und Raum zu geben, in der sie sich in ihrer Selbständigkeit erproben können. Dabei ist der von Maria Montessori geprägte Satz „Hilf mir, es selbst zu tun“ unser Leitgedanke.


Pädagogischer Ansatz


Im Mittelpunkt unserer Planung steht das Kind. Das heißt, dass wir unsere Arbeit nach den Interessen und Bedürfnissen des Kindes ausrichten. Die Berücksichtigung der verschiedenen Lebensumstände, der Altersstufen und des Entwicklungsstandes ermöglichen uns eine individuelle Erziehung. Außerdem beziehen wir in unsere Planung die Bildungs- und Lerngeschichten, die im Jahreskreis stattfindenden Feste, und die unterschiedlichen Bildungsbereiche mit ihren Zielen ein.

Wir beobachten die Kinder intensiv. In dem Wort Beobachten steckt auch beachten und gerade dieses Beachtet werden, empfinden die Kinder als etwas ganz besonderes. „Ich bin wichtig und das was ich tue ist so wichtig, dass die Erzieherin ganz genau hinsieht und es sogar aufschreibt.“

Unser Blick auf das Kind ist stets wohlwollend und auf sein Können gerichtet, denn wir wollen an den Stärken und Interessen der Kinder anknüpfen.

Die so wahrgenommenen Situationen sammeln wir und werten sie anschließend aus. Oft ergeben sich daraus Themenschwerpunkte, die uns zu einem großen oder mehreren kleinen Projekten innerhalb des Kindergartens führen, über die wir die Eltern informieren.

Bei der individuellen Planung für die einzelne Gruppe achten wir darauf genügend Raum für spontane Ideen der Kinder zu lassen.

Im Verlauf eines Projektes ist regelmäßige Reflektion erforderlich, um zu spüren ob ein Thema erweitert oder beendet werden kann.


Religionspädagogik


Unser Kindergarten versteht sich als bedeutender Teil der Kirchengemeinde. Durch die religiöse Erziehung tragen wir dazu bei, eine Verbindung zwischen Glauben und Kirche aufzubauen. Um einen positiven Grundstein zum Glauben legen zu können, bieten wir abwechslungsreiche Inhalte an. Dabei werden wir vom Pastor und der Gemeindereferentin unterstützt.
Wir bereiten die Umgebung so vor, dass Kinder durch Bilder, Bilderbücher, religiöse Kinderlieder und andere Materialien mit christlichem Gedankengut bekannt gemacht werden. Das Kreuz sowie andere Symbole des christlichen Glaubens begleiten uns.

Es ist uns wichtig zu vermitteln, dass wir alle von Gott bedingungslos geliebt und angenommen sind. Durch das Erleben religiöser Inhalte (z.B. christliche Feste, Geburt, Taufe, Tod) wird das Vertrauen der Kinder in den christlichen Glauben gestärkt.
So werden in unserem Kindergarten Feste wie St. Martin, Nikolaus, Weihnachten, Ostern usw., nicht allein aus Gründen der volkstümlichen Tradition mit den Kindern gefeiert, sondern es werden insbesondere die christlichen Botschaften hervorgehoben. Die Gemeinschaft im Glauben erfahren wir in Wortgottesfeiern.

Gerade durch die ländliche Umgebung ist es uns möglich die Kinder für Geschehnisse in der Natur zu sensibilisieren. Sie werden angeregt, die Schöpfung zu bestaunen und dafür dankbar zu sein.

Da nicht nur katholische Kinder die Einrichtung besuchen, entwickeln die Kinder auch eine Neugierde gegenüber anderen Glaubensrichtungen, die aufgegriffen und wertgeschätzt wird.
Um die Glaubensvermittlung für Eltern über den Kindergarten hinaus unterstützend zu gestalten, sind wir jederzeit für Fragen und Anregungen offen und bieten bei Bedarf Elternabende an.

Das Kind im Mittelpunkt

Es geht mir gut
Damit Kinder sich wohlfühlen können, müssen sie zuerst einmal die Gelegenheit haben ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Dazu gehören: Essen und Trinken, Ruhe und Bewegung, Zuwendung und Körperkontakt, Freiräume und Sicherheit, Geborgenheit und sinnliche Erfahrungen.

Die Chance selbständig zu werden, bzw. zu sein.
Das Kind bringt viele Fähigkeiten und Fertigkeiten mit, wenn es zu uns in den Kindergarten kommt. Es kann ohne Leistungsdruck, mal mit oder auch ohne Unterstützung in verschiedenen Bereichen aktiv werden.

Die Erzieherin als Partner

Wir stehen dem Kind als verlässliche Bezugspersonen zur Seite, pflegen einen liebevollen Umgang mit ihm und schenken Vertrauen, Sicherheit, Zuwendung, Lob und Anerkennung.
Wir holen das Kind da ab, wo es steht und geben ihm Zeit für seine individuelle Entwicklung.
Beobachten und Beachten sind die Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit.

Eine überschaubare, Sicherheit gebende Umgebung
Das Kind braucht für seine ganzheitliche Entwicklung unter-schiedliche Spielräume. Es findet bei uns Bereiche für:
- Bewegung drinnen und draußen
- Entspannung
- Gesellschaftsspiele
- Rollenspiele
- Bau- und Konstruktionsspiele
- Wissenserweiterung
- Literaturpflege
- Experimente
- kreative Förderung
- Essen und Trinken, sowie dessen Zubereitung

Durch das Raumteilverfahren in unseren vier Gruppenräumen, den Nebenräumen und dem Außengelände, stehen dem Kind vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Stärkung der emotionalen Sicherheit
Um Selbstvertrauen zu entwickeln und offen und neugierig die Umwelt zu entdecken, braucht das Kind das Gefühl der uneingeschränkten Annahme, sowie Freiheiten aber auch Grenzen durch verlässliche Bezugspersonen.
Es muss sich spüren, seinen Körper wahrnehmen, sich wohl in seiner Haut fühlen und nicht zuletzt sein eigenes Gleichgewicht finden – körperlich wie seelisch.
Auch der Glaube, Vorbilder, Freunde und immer wiederkehrende Rituale sind für die emotionale Sicherheit wichtig.

Kinder lernen in sozialen Zusammenhängen
Der Mensch wird am DU zum ICH. Dieser Satz meint, dass wir Menschen, ganz besonders die Kinder, uns weiterentwickeln, indem wir voneinander lernen und im Dialog miteinander stehen.
Jedes Kind übernimmt mal die bestimmende Rolle oder lässt sich von anderen führen.


Sprache

Ein besonderer Schwerpunkt in unserer Arbeit liegt in der Sprachförderung. Aktives Zuhören ermuntert die Kinder sich mitzuteilen und regt somit ihre Sprechfreude an.
Durch sprachliche Begleitung des Handelns und die Bereitstellung von Materialen aus den verschiedenen Bildungsbereichen schaffen wir Sprachanreize. Die fachliche Beobachtung des einzelnen Kindes mit seinen Interessen, Stärken, Vorlieben… bildet die Grundlage für dieses Handlungskonzept.
Die Befähigung zum altersgemäßen Einsatz von Grammatik, Satzbau und der Sensibilisierung der phonologischen Bewusstheit (Artikulation und Lautbildung) geschieht von uns geplant und für das Kind ganz nebenbei und mit allen Sinnen im Gruppenalltag. Eine zusätzliche Förderung findet außerdem in Kleingruppen oder in Einzelsituationen statt.
Eine intensive Auseinandersetzung mit der Umwelt und den Mitmenschen fördert die Erweiterung des Wortschatzes und der Begriffsbildung. Sprachanregungen finden im täglichen Miteinander statt. Durch körperliche Tätigkeiten werden Erfahrungen gewonnen, die in Verbindung mit Sprache zu Begriffen werden, z.B. gerade-schief; langsam-schnell.
Durch die Kommunikation untereinander erleben Kinder Sprache und ihre Wirkung auf andere. Sie lernen im sozialen Miteinander diese einzusetzen und ihre Emotionen und Bedürfnisse verbal auszudrücken. So kann ein respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander gelingen.
In dem gesamten Bereich der Sprachförderung stellen wir Erzieherinnen als enge Bezugspersonen ein wichtiges Sprachvorbild für die Kinder dar.
Um die Arbeit am Kind ausrichten zu können ist ein regelmäßiger Austausch im Team unerlässlich.
Fort- und Weiterbildungen für das ganze Team schaffen aktuelle fachliche Kompetenz zum Thema Sprache.

Eltern erfahren Unterstützung in der Sprachentwicklung ihrer Kinder im Austausch mit den Fachkräften.
Bei Bedarf findet eine Zusammenarbeit zwischen der KiTa und anderen Institutionen wie z.B. der Frühförderung, Logopädie, Schule… statt.
Der Landkreis Osnabrück unterstützt die Sprachförderung im Kindergarten durch die Bereitstellung zusätzlicher Vorbereitungszeit und regelmäßig stattfindender Arbeitskreistreffen.


Kinder unter drei Jahren

Altersgemischte Gruppen bieten ein großes Entwicklungspotenzial für Kinder unter drei Jahren. Zugleich stellen sie hohe Anforderungen an die Erzieherinnen, da das Ziel ist, alle Kinder in ihrer je eigenen Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen. Besonders wichtig ist es für die jüngeren Kinder, eine feste Bezugsperson in der Gruppe zu haben.
Die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren ist bei uns möglich, wenn für jedes Kindergartenkind unter drei Jahren die Gruppenstärke um ein Kind verringert werden kann.

Voraussetzung für die Aufnahme unter dreijähriger ist, dass die Eltern bereit sind, sich im besonderen Maß Zeit für die Unterstützung ihres Kindes bei den ersten Schritten im Kindergarten zu nehmen. Nur wenn die Kinder sich sicher und wohl fühlen, kann die Aufnahme jüngerer Kinder im Kindergarten gelingen.

Wir arbeiten nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell. Dieses sieht unter anderem eine schrittweise Eingewöhnung gemeinsam mit einer familiären Bezugsperson über einen längeren Zeitraum vor.


Das Freispiel

„Kinder sollen mehr spielen als viele es heutzutage tun.
Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum,
aus denen man später ein Leben lang schöpfen kann.
Dann weiß man, was es heißt,
in sich eine warme Welt zu haben,
die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer wird.“
(Astrid Lindgren)

Spielen geschieht bei uns immer und überall: Im Gruppenraum, auf dem Spielplatz, im Wald …
Das Spiel ist die Lernform für Kinder.

Im freien Spiel ist das Kind mit all seinen Fähigkeiten und Sinnen aktiv: Es muss sich konzentrieren, handelt selbständig aus sich heraus, verarbeitet Erlebtes, erfährt die Wirkungen seines Handelns, entdeckt Zusammenhänge und es erlebt das Miteinander mit anderen Spielkameraden.

Kinder, die viel und intensiv spielen, entwickeln somit ihre Sozialkompetenz und ihre emotionalen, kognitiven und motorischen Fähigkeiten. Das Spiel dient der ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung des Kindes. Folglich ist es ein Selbstbildungsprozess, in dem das Kind alle Grundlagen für die Zukunft erwirbt.

Eine wichtige Voraussetzung für intensives Spiel ist der Raum, den wir gemeinsam mit den Kindern entsprechend der momentanen Bedürfnisse gestalten. Dieses Spiel bietet Gelegenheit und Zeit zum Ausprobieren und Wiederholen. Für jede Altersstufe der Kinder stehen bei uns Materialien mit Aufforderungscharakter in den verschiedenen Spielbereichen zur Verfügung.



Elternarbeit

Uns ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erzieherinnen wichtig, weil sie den Entwicklungsprozess des Kindes positiv beeinflusst und unterstützt. Diese Zusammenarbeit ist geprägt durch ein offenes Verhältnis, das auf Vertrauen und Verlässlichkeit beider Seiten aufbaut. Der Kindergarten ist eine Kontaktstelle für Eltern, Schule und ggf. Beratungsstellen.

Einen Einblick in unseren Alltag erhalten die Eltern durch den ersten Info-Abend, an dem sie in den üblichen Ablauf und die Gegebenheiten des Kindergartens eingeführt werden. Ebenso bieten wir Elternabende zu aktuellen Themen an.

Wichtige Kurzinformationen werden in „Tür- und Angelgesprächen“ mitgeteilt. Ein intensiverer Austausch über den Entwicklungsstand des Kindes findet an Elterngesprächs-Tagen statt. Nach Absprache besteht jederzeit die Möglichkeit zum Einzelgespräch mit der Erzieherin.

In regelmäßigen Abständen haben Eltern die Möglichkeit z.B. an offenen Stuhlkreisen, bei Wortgottesdiensten, beim gesunden Frühstück, bei Backaktionen etc. teilzunehmen. Hierdurch können sie einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit erhalten und aktiv mitwirken. Des Weiteren bieten Feste und Aktionen wie z. B. Frühlingsfest, Wandertage, St. Martin… Gelegenheit sich kennen zu lernen, das Gemeinschaftsgefühl untereinander zu stärken und Freude zu erleben.

Beim Elternkaffee im Kindergarten besteht die Möglichkeit miteinander in Kontakt zu treten und ins Gespräch zu kommen.

Briefe, Internet und Gruppenpinnwände informieren die Eltern. Zwischen den Erzieherinnen, der Kindergartenleitung und dem Elternbeirat (je zwei Vertreter/Innen pro Gruppe) findet ein regelmäßiger Austausch statt.


Unser Förderverein bietet Eltern eine weitere Möglichkeit sich für den Kindergarten einzusetzen. Er unterstützt uns bei Arbeitseinsätzen, durch einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt, der Organisation eines Secondhand-Basares und ermöglicht durch Mitgliedsbeiträge zusätzliche Investitionen.


Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen


Um eine zielgerichtete pädagogische Arbeit leisten zu können, ist eine intensive Zusammenarbeit im Team erforderlich. So werden z.B. im morgendlichen „Blitzlicht“ wichtige Informationen weitergegeben und Absprachen für den Tag getroffen.

Bei der wöchentlichen Teambesprechung wird die Arbeit am Kind gemeinsam geplant, besprochen und reflektiert. Zum Gelingen der Aktivitäten sind eine sinnvolle Arbeitsteilung, gemeinsame Verantwortung und gegenseitige Unterstützung notwendig. Weitere Inhalte sind z.B. Berichte und Diskussionen über Fortbildungen, Leitungsrunden und aktuelle Themen.
Außerdem findet zwischen den Erzieherinnen innerhalb der Gruppen ein regelmäßiger Austausch über die Kinder und die Arbeit statt.


Anleitung und Beratung von Praktikanten

Grundsätzlich geben wir jungen Menschen die Möglichkeit das Tätigkeitsfeld des Erziehers durch ein Berufsfindungspraktikum der Haupt-, Realschule und des Gymnasiums kennen zu lernen.
Wir leisten Unterstützung und Anleitung bei der Ausbildung zum Sozialassistenten und Erzieher in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fachschulen.

Eine Begleitung von Praktikanten der Fachschulen aus unserer Umgebung bietet uns vielerlei: So hält uns die Arbeit mit ihnen am „Puls der Zeit“. Die eigene Arbeit wird hinterfragt und es gibt immer wieder die Möglichkeit eine Verbindung zwischen Theorie und Praxis zu schaffen.





Der Träger des Kindergartens


Die Kirchengemeinde St. Lambertus ist der Träger des Kindergartens.
Die Aufgabe des Kirchenvorstandes ist es, die vermögens- und arbeitsrechtlichen Belange der Kirchengemeinde zu regeln. Zudem ist er der Dienstgeber der Mitarbeiter/innen im Kindergarten.
Durch finanzielle und ideelle Unterstützung sorgt er dafür, dass der Kindergarten seinen pädagogischen und pastoralen Auftrag erfüllen kann. Er hat Verantwortung gegenüber den Kindern, Eltern und Mitarbeiterinnen und vertritt die Interessen des Kindergartens gegenüber der politischen Gemeinde.
Innerhalb des Kirchenvorstandes gibt es den Kindergartenausschuss. Dieser führt zusammen mit der Kindergartenleiterin und einer Erzieherin regelmäßig Besprechungen durch.
Ein Vertreter des Kindergartenausschusses nimmt an den Elternbeiratssitzungen teil.

Der Pastor unterstützt die religionspädagogische Arbeit des Kindergartens unter anderem durch aktive Teilnahme bei den Wortgottesfeiern.







KONTAKTDATEN:

Gruppe/Gremium
KiTa St. Lambertus

Gemeinde
St. Lambertus Ostercappeln

Ansprechpartner:
Gabriele Künnemann
Tel.:
05473/552
E-Mail:
kiga.st.lambertus [at] osnanet.de

Post-Anschrift:
Waldstraße 2A
49179 Ostercappeln
TERMINE:

Ostercappeln
Kindergarten geschlossen
Freitag, 29.06.2018
KiTa St. Lambertus  (i)
KiTa St. Lambertus

  • KiTa St. Lambertus
  • Katholische Erwachsenenbildung
  • Bistum Osnabrück
  • Marienkrippe Schwagstorf
  • Bistum Osnabrück
  • katholisch.de
>
Gemeinsame Internetpräsenz der Katholischen Kirchengemeinden
St. Lambertus Ostercappeln, St. Marien Bad Essen, St. Marien Schwagstorf
Kontakt   ·   Impressum
design & cms by 12view.de 2013